„Demenz und Delir beim Morbus Parkinson: eine unglückliche Verwandtschaft“

Jul192021
Uhrzeit: 00:00 - 00:00

Webinar der Parkinson Online Akademie

Referentin: Dr. med. Christine Daniels
Oberärztin, Neurologische Klinik und Poliklinik
Universitätsklinikum Würzburg

Störungen der höheren Denkfunktionen (z.B. der Aufmerksamkeit, Konzentration, des Gedächtnisses u.a.) kommen im Rahmen der Parkinsonkrankheit häufig vor. Insbesondere im späten Stadium des Morbus Parkinson kann sich eine Demenz entwickeln, die wir als parkinsonassoziierte Demenz (einfacher: Parkinsondemenz) bezeichnen. Allerdings nehmen Patienten mit langer Krankheitsdauer und schweren Bewegungseinschränkungen oft viele, teils hochdosierte Medikamente ein, die ihrerseits die Denkfunktionen beeinträchtigen und wahnhafte Störungen oder Halluzinationen hervorrufen können. In dieser Situation sprechen wir von einem medikamenteninduzierten Delir. Ausgerechnet die
Parkinsonpatienten, die ohnehin schon eine Demenz haben, reagieren extrem empfindlich auf Medikamente und neigen zu einem zusätzlichen Delir. In diesem Fall ist die vorsichtige Anpassung (oft Reduktion) der Medikation manchmal eine effektive Maßnahme, um die Denkleistung und Lebensqualität beim fortgeschrittenen Morbus Parkinson zu verbessern.

Fragen zum Vortrag sind im Anschluss im interaktiven Austausch willkommen.

Webinar-ID: 865 4519 1896
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„Demenz und Delir beim Morbus Parkinson: eine unglückliche Verwandtschaft“
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