Der Sozialverband VdK ist ein bundesweit tätiger gemeinnütziger Verband. Er ist parteipolitisch und konfessionell neutral sowie finanziell unabhängig. Schwerpunkte des VdK sind sozialpolitische Interessenvertretung und Sozialrechtsberatung.

Der VdK-Bundesverband wurde 1950 gegründet und hat seinen Sitz in Berlin. An der Spitze des Verbandes steht eine Präsidentin/ein Präsident. Seit dem 16. Mai 2018 ist dies VdK-Präsidentin Verena Bentele.

Die Wikipedia Enzyklopädie schreibt über den VdK folgendes:

Der Sozialverband VdK Deutschland e. V. ist mit zwei Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband Deutschlands. Er vertritt sozialpolitische Interessen und setzt sich für einen starken Sozialstaat, eine tragfähige gesetzliche Sozialversicherung und soziale Gerechtigkeit ein. Die Themen des Sozialverbands reichen von Rente, Gesundheit und Pflege bis hin zu Teilhabe, Leben im Alter und soziale Sicherung

Nach dem Zweiten Weltkrieg stand die Abkürzung VdK für Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands e. V. 

Der VdK ist konfessionell neutral. Er finanziert sich über die Beiträge seiner Mitglieder und Unternehmenskooperationen.[3] 

Die Jahreskampagne 2019 befasst sich unter dem Motto „Rente für alle“ mit Rentengerechtigkeit für junge und alte Menschen sowie mit Altersarmut.[4] 

Seit über 70 Jahren ist der VdK auch politisch aktiv und setzt sich unter anderem für eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer ein.[5] 

Geschichte

Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges initiierten Kriegsüberlebende in Städten und Gemeinden Selbsthilfegruppen, um die Interessen von Kriegsgeschädigten, Witwen und Waisen gegenüber der Verwaltung zu vertreten. In den Jahren etablierten sich zwischen 1946 und 1952 die Landesverbände des VdK. Ab 1991 kamen die neuen Bundesländer hinzu. 

Am 28. Januar 1950 gründeten die Vertreter der Landesverbände in Düsseldorf des Vorläuferdachverbands Bund der Kriegs- und Zivilbeschädigten, Sozialrentner und Hinterbliebenen-Verbände Deutschlands (BKD) den neuen VdK Deutschland als Dachverband. VdK stand für Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands. Seit 1994 heißt die Organisation offiziell Sozialverband VdK Deutschland. 2014 zog die Bundesgeschäftsstelle des VdK von Bonn nach Berlin um. 

Aktivitäten

Seine sozialpolitischen Interessen vertritt der VdK durch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Kampagnen und Aktionen. Neben der sozialpolitischen Interessenvertretung berät der VdK seine Mitglieder im Sozialrecht, vor allem im Bereich der gesetzlichen Sicherungssysteme. Auf europäischer Ebene ist der Sozialverband VdK Deutschland in der Dachorganisation der Behindertenverbände, der Action Européenne des Handicapés (AEH), aktiv. Mitglied ist er zum Beispiel auch im Deutschen Behindertenrat (DBR), im Paritätischen Wohlfahrtsverband sowie in verschiedenen Gremien. 

Auf seiner Internetpräsenz erklärt sich der VdK über seine Wertvorstellungen wie folgt:

Deutschland ist ein reiches Land mit einer florierenden Wirtschaft. Gleichzeitig wird die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer. Das muss sich ändern! 

Der Sozialverband VdK setzt sich für soziale Gerechtigkeit und eine gerechtere Sozialpolitik ein – seit mehr als 70 Jahren. Das bedeutet:

  • Wir fordern eine Rente, von der die Menschen im Alter gut leben können.
  • Armut und die damit verbundene soziale Ausgrenzung müssen bekämpft werden.
  • Die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung muss für jeden bezahlbar sein und die Leistungen erbringen, die die Menschen brauchen.
  • Niemand darf aufgrund einer Behinderung oder einer Krankheit benachteiligt oder ausgegrenzt werden.
  • Arbeit muss fair bezahlt werden und unter guten Bedingungen stattfinden.
  • Wir setzen uns ein für ein soziales Miteinander, für Solidarität und Menschlichkeit. Gleichzeitig erteilen wir Gewalt, Fremdenhass und Ausgrenzung eine klare Absage.
  • Wir bekennen uns zum demokratischen und sozialen Rechtsstaat.

Der Sozialverband VdK sieht sich als sozialpolitische Interessenvertretung für alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland. Wir wollen soziale Gerechtigkeit und soziale Sicherheit verwirklichen und damit dem Gemeinwohl dienen. Wir gestalten die deutsche Sozialpolitik aktiv mit – unter anderem durch Einfluss auf Gesetzgebungsprozesse, Gespräche mit Politikern, eine breite Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie medienwirksame Aktionen und Kampagnen.

Der VdK kann viel erreichen, wenn er von möglichst vielen Menschen unterstützt wird. Als Mitglied im Sozialverband VdK stärken Sie uns in unserer sozialpolitischen Arbeit und im Kampf für soziale Gerechtigkeit in Deutschland – gemeinsam mit über 2,1 Millionen anderen VdK-Mitgliedern.