dPV – Bundesverband – Selbstdarstellung

Die deutsche Parkinson Vereinigung e.V. – Bundesverband

Die Deutsche Parkinson Vereinigung Bundesverband e.V. (dPV) ist eine Selbsthilfeorganisation, die 1981 von Menschen gegründet wurde, die selbst an der Parkinson-Krankheit erkrankt waren. Heute besteht unsere Vereinigung aus rund 12.000 Mitgliedern sowie etwa 300 Regionalgruppen und Kontaktstellen.

Wir verstehen uns als Zusammenschluss von Betroffenen, Partnern, Angehörigen, Arbeitskollegen sowie Fachpersonen aus dem Gesundheitswesen, die sich mit Morbus Parkinson auseinandersetzen.

Ziele und Aufgaben der dPV

Ziel der dPV ist es, die Lebensqualität von Parkinson-Patientinnen und -Patienten sowie deren Angehörigen nachhaltig zu verbessern. Ein zentrales Anliegen ist die umfassende Information der Betroffenen und die Stärkung ihres Selbstbewusstseins. Dadurch sollen sie in die Lage versetzt werden, therapeutische Maßnahmen in einer partnerschaftlichen und reflektierten Zusammenarbeit mit ihren Ärzten aktiv mitzugestalten.

Aus Erfahrung wissen wir, wie groß die Gefahr ist, dass sich Betroffene ausschließlich über ihre Erkrankung definieren – insbesondere bei zunehmender Bewegungseinschränkung. Deshalb fördern wir gezielt Aktivitäten, die die kreativen und individuellen Fähigkeiten der Patientinnen und Patienten stärken.

Unsere Arbeit umfasst insbesondere folgende Bereiche:

Selbsthilfegruppen und Austausch

Ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit ist die Unterstützung und Organisation unserer Selbsthilfegruppen vor Ort. In unseren Regionalgruppen und Kontaktstellen finden Betroffene, Angehörige und Interessierte Raum für Austausch, Information und gegenseitige Unterstützung. Der regelmäßige Kontakt mit Menschen in ähnlichen Lebenssituationen hilft, Erfahrungen zu teilen, Ängste abzubauen und neue Perspektiven zu gewinnen. Gleichzeitig fördern die Gruppen soziale Kontakte bieten neben Gesprächen auch Informationsveranstaltungen, Vorträge sowie gemeinsame Aktivitäten an.

Forschung zu Parkinson

Wir unterstützen vor allem patientennahe Forschungsprojekte, bei denen die Chance besteht, dass die aktuell lebende Patientengeneration unmittelbar profitiert. Im Rahmen der europäischen Forschungsförderung setzt sich die dPV zudem aktiv für eine enge Zusammenarbeit der nationalen Parkinson-Gesellschaften in Europa ein.

Öffentlichkeitsarbeit

Wir setzen uns dafür ein, das öffentliche Bild von Menschen mit Parkinson zu verbessern. Dazu tragen insbesondere Veranstaltungen und Aktionen bei, die von unseren Regionalgruppen organisiert werden. Seit 1997 findet zudem regelmäßig der bundesweite Parkinson-Tag statt, in der Regel alle zwei Jahre rund um den 11. April.

Erprobung von Arzneimitteln

Ein wichtiges Anliegen ist die Stärkung der Rolle der Patienten im Spannungsfeld zwischen Ärzteschaft und Pharmaindustrie. Dabei setzen wir uns für mehr Transparenz, Mitbestimmung und eine Einbindung der Betroffenen in Entscheidungsprozesse ein.

Psychologische Unterstützung

Menschen mit Parkinson stehen im Umgang mit Ärzten, Behörden und anderen Institutionen oft vor besonderen Herausforderungen. Stresssituationen können die Symptome deutlich verstärken. Durch gezielte Vorbereitung, etwa in Zusammenarbeit mit Psychologen, können Betroffene lernen, solche Situationen besser zu bewältigen.

Quelle: https://www.dpv-bundesverband.de/ueber-uns