Zellumwandlung gegen Parkinson?

Die Autoren der medizinischen Studie fassen das Ergebnis etwa wie folgt zusammen (aus dem Englischen übersetzt mit Hilfe von DeepL Übersetzer):

Die Parkinson-Krankheit ist durch den Verlust von Dopamin-Neuronen in der Substantia nigra gekennzeichnet. Ähnlich wie bei anderen wichtigen neurodegenerativen Erkrankungen gibt es auch bei der Parkinson-Krankheit keine krankheitsmodifizierenden Behandlungen. Während die meisten Behandlungsstrategien darauf abzielen, den Verlust von Nervenzellen zu verhindern oder anfällige neuronale Schaltkreise zu schützen, besteht eine mögliche Alternative darin, verloren gegangene Nervenzellen zu ersetzen, um unterbrochene Schaltkreise zu rekonstruieren. Hier berichten wir über eine effiziente Ein-Schritt-Umwandlung isolierter Astrozyten der Maus und des Menschen in funktionsfähige Neuronen durch die Abreicherung des RNA-bindenden Proteins PTB (auch als PTBP1 bekannt). Wenn wir diesen Ansatz auf das Gehirn der Maus anwenden, zeigen wir eine fortschreitende Umwandlung von Astrozyten in neue Neuronen, die sich in endogene neuronale Schaltkreise innervieren und diese neu besiedeln. Astrozyten aus verschiedenen Hirnregionen werden in verschiedene neuronale Subtypen umgewandelt. Anhand eines chemisch induzierten Modells der Parkinson-Krankheit bei der Maus zeigen wir die Umwandlung von Astrozyten aus dem Mittelhirn in dopaminerge Neuronen, die Axone zur Rekonstruktion des nigrostriatalen Kreislaufs bereitstellen. Bemerkenswert ist, dass die Reinnervation des Striatum mit der Wiederherstellung des Dopaminspiegels und der Rettung von motorischen Defiziten einhergeht. Eine ähnliche Umkehrung des Krankheitsphänotyps wird auch durch die Umwandlung von Astrozyten in Neuronen unter Verwendung von Antisense-Oligonukleotiden zur vorübergehenden Unterdrückung der PTB erreicht. Diese Ergebnisse identifizieren einen potenziell wirksamen und klinisch durchführbaren Ansatz zur Behandlung von Neurodegeneration durch den Ersatz verloren gegangener Neuronen.

Quelle: https://www.nature.com/articles/s41586-020-2388-4

Mehr dazu hier aus der Zeitschrift „Bild der Wissenschaft“:

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